Fachtag Schädel-Hirn-Trauma in Bremen: Über 70 Fachleute stärken Netzwerk für Rehabilitation und Teilhabe

Unser Fachtag zum Thema Schädel-Hirn-Trauma (SHT) in Bremen, organisiert von Claudia Armgardt (Neuropsychologie Armgardt) und Kathrin Billo (Aphasiezentrum Vechta) in Zusammenarbeit mit dem Verein „Leben mit SHT e.V.“, war ein voller Erfolg: Über 70 Fachleute aus Medizin, Neuropsychologie, Therapie, Rehabilitation, Rehamanagement und Arbeitsförderung kamen zusammen, um sich auszutauschen und gemeinsam an besseren Versorgungsstrukturen für Betroffene zu arbeiten. Die große Resonanz hat uns sehr gefreut und zeigt deutlich: Der Bedarf an Vernetzung und interdisziplinärer Zusammenarbeit bei Schädel-Hirn-Trauma ist hoch.

Schädel-Hirn-Trauma: Langfristige Folgen und Herausforderungen

Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung stehen häufig vor komplexen und langfristigen Herausforderungen. Viele Einschränkungen – etwa in Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Belastbarkeit oder emotionaler Regulation – sind nicht sichtbar, wirken sich jedoch erheblich auf Alltag und Beruf aus. Ein Schädel-Hirn-Trauma ist keine kurzfristige Erkrankung, sondern begleitet Betroffene oft ein Leben lang. Im Verlauf entstehen immer wieder neue Anforderungen – insbesondere bei der Rückkehr in den Beruf, in neuen Lebensphasen oder im sozialen Umfeld.

Rehabilitation nach Schädel-Hirn-Trauma: Von der Therapie zur Teilhabe

Der Fachtag hat deutlich gemacht, wie wichtig eine abgestimmte Versorgung ist. Die Bandbreite reicht von:

  • medizinischer Akutversorgung und Rehabilitation
  • über ambulante neuropsychologische Therapie
  • bis hin zu beruflicher Rehabilitation und sozialer Teilhabe

Besonders im Fokus standen innovative Konzepte zur Wiedereingliederung nach SHT, zur Förderung von Selbstständigkeit und zur langfristigen Begleitung im Alltag.

Starkes Netzwerk für Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma

Ein zentrales Ergebnis des Fachtags: In Bremen und Umgebung hat sich ein starkes Netzwerk rund um das Thema Schädel-Hirn-Trauma entwickelt. Dieses Netzwerk zeichnet sich durch ein außergewöhnlich gutes Miteinander aus. Fachdisziplinen arbeiten zunehmend vernetzt zusammen – statt nebeneinander oder gegeneinander. Genau diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ist entscheidend, um Betroffene nachhaltig zu unterstützen und Versorgungslücken zu vermeiden.

Unterstützung durch den Verein „Leben mit SHT e.V.“

Ein besonderer Dank gilt dem Verein „Leben mit SHT e.V.“, der den Fachtag maßgeblich unterstützt hat – auch finanziell. Der Verein setzt sich aktiv für mehr Sichtbarkeit, Aufklärung und Unterstützung von Menschen mit Schädel-Hirn-Trauma ein.

Fazit: Große Resonanz und klare Perspektive

Die hohe Teilnehmerzahl und das positive Feedback zeigen: Der Bedarf an Austausch, Wissenstransfer und Vernetzung im Bereich Schädel-Hirn-Trauma ist groß. Für uns ist klar: Dieser Fachtag war nicht der letzte. Eine Folgeveranstaltung zum Thema SHT und Rehabilitation ist bereits in Planung.

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